
Physiotherapie bei Parkinson in Düsseldorf
Beweglich bleiben, Stürzen vorbeugen, Lebensqualität erhalten: spezialisiertes Training bei Morbus Parkinson am Fürstenwall 146 in Unterbilk
Bei Morbus Parkinson gehört regelmäßige, gezielte Bewegung neben den Medikamenten zu den wichtigsten Bausteinen der Behandlung: Sie kann Gangbild, Gleichgewicht und Beweglichkeit verbessern und hilft, die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. In unserer Praxis in Düsseldorf Unterbilk begleiten wir Parkinson-Patienten in jedem Stadium der Erkrankung.
Warum Physiotherapie bei Parkinson so wichtig ist
Morbus Parkinson führt durch den fortschreitenden Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen zu den typischen Symptomen: verlangsamte Bewegungen (Bradykinese), Muskelsteifheit (Rigor), Zittern (Tremor) und Haltungsinstabilität. Intensives Training kann die Krankheit zwar nicht aufhalten, aber helfen, die motorischen Fähigkeiten und damit die Selbstständigkeit länger zu erhalten. Physiotherapie ersetzt nicht die Medikamente – sie ergänzt sie um das, was Medikamente nicht leisten können: Kraft, Gleichgewicht, Gangsicherheit und Bewegungsstrategien für den Alltag.
Typische Beschwerden, die wir behandeln
Kleinschrittiger, schlurfender Gang
Wir trainieren bewusst große, raumgreifende Schritte und sichere Richtungswechsel
Gleichgewichtsstörungen & Fallneigung
Gezieltes Gleichgewichtstraining soll helfen, Stürzen vorzubeugen
Freezing (Einfrieren der Bewegung)
Wir üben Strategien und Cues, um Blockaden im Gehen zu überwinden
Muskelsteifheit (Rigor)
Mobilisation und Dehnung erhalten die Beweglichkeit von Rumpf und Gelenken
Gebeugte Haltung
Aufrichtungstraining und Kräftigung der Rückenmuskulatur wirken der typischen Beugehaltung entgegen
Feinmotorik & Alltagsbewegungen
Vom Umdrehen im Bett bis zum Aufstehen vom Stuhl – wir üben die Bewegungen, die im Alltag zählen
Unsere Therapieziele bei Parkinson
Frühes Stadium
- • Intensives Ausdauer- und Krafttraining
- • Erhalt der vollen Beweglichkeit
- • Große, schnelle Bewegungsamplituden
- • Aufbau einer Trainingsroutine
Mittleres Stadium
- • Gang- und Gleichgewichtstraining
- • Strategien gegen Freezing
- • Sturzprophylaxe
- • Transfers und Alltagsbewegungen
Fortgeschrittenes Stadium
- • Erhalt der Mobilität und Selbstständigkeit
- • Kontraktur- und Pneumonieprophylaxe
- • Hilfsmittelberatung
- • Behandlung auch als Hausbesuch
Begleitend
- • Anleitung von Angehörigen
- • Eigenübungsprogramm
- • Atemtherapie
- • Abstimmung mit dem Neurologen
Bei Parkinson: Diese Veränderungen gehören zuerst zum Arzt
Parkinson verändert sich meist langsam. Verschlechtert sich etwas innerhalb kurzer Zeit, steckt oft eine andere Ursache dahinter, etwa ein Infekt. Dann geht die ärztliche Abklärung der Physiotherapie vor. Medikamente bitte nie eigenmächtig absetzen oder umstellen.
- Notruf 112: ausgeprägte Bewegungsstarre zusammen mit Fieber, oder wenn Schlucken und Trinken nicht mehr gelingen.
- Notruf 112 auch bei schlagartiger Lähmung einer Körperseite oder plötzlich gestörter Sprache – das passt nicht zu Parkinson.
- Sturz mit Verdacht auf einen Knochenbruch: starke Schmerzen in Hüfte oder Handgelenk, das Bein trägt nicht mehr.
- Schwarzwerden vor den Augen oder Ohnmacht beim Aufstehen, wiederholte Stürze ohne erkennbaren Anlass.
- Husten oder Räuspern bei fast jeder Mahlzeit, ungewollter Gewichtsverlust oder wiederkehrende Atemwegsinfekte.
- Neue Verwirrtheit, Trugwahrnehmungen oder auffällige Schläfrigkeit – bitte der neurologischen Praxis melden.
So behandeln wir Parkinson in Düsseldorf
Die Behandlung wird als KG-ZNS verordnet und von unseren zertifizierten Neuro-Therapeuten durchgeführt:
PNF-Therapie
Dreidimensionale Bewegungsmuster mit großen Amplituden – eingesetzt, um der Bewegungsverkleinerung bei Parkinson entgegenzuwirken.
Bobath-Therapie
Neurophysiologische Behandlung zur Verbesserung von Haltungskontrolle, Gleichgewicht und Bewegungsqualität.
Gang- und Gleichgewichtstraining
Training von Schrittlänge, Tempo und Doppelaufgaben – mit externen Rhythmus-Cues gegen Freezing.
Gerätegestützte Krankengymnastik
Kraft- und Ausdauertraining an Geräten für Belastbarkeit und aufrechte Haltung.
So läuft Ihre Parkinson-Behandlung ab
- 1
Ausführlicher Befund
Analyse von Gangbild, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Alltagssituationen – inklusive Sturzanamnese und Ihrer persönlichen Ziele.
- 2
Stadiengerechter Therapieplan
Wir stimmen Intensität und Schwerpunkte auf Ihr Krankheitsstadium, Ihre Medikamenten-Phasen (On/Off) und Ihre Tagesform ab.
- 3
Intensives, zielgerichtetes Training
Wir trainieren mit großen Bewegungsamplituden, hohen Wiederholungszahlen und in alltagsnahen Übungssituationen.
- 4
Eigenübungen für jeden Tag
Ein tägliches Übungsprogramm gehört bei Parkinson zur Therapie – wir stellen es individuell zusammen und passen es regelmäßig an.
- 5
Langfristige Begleitung
Parkinson ist ein Marathon, kein Sprint: Wir begleiten Sie dauerhaft und passen die Therapie dem Verlauf an.
Häufige Fragen zur Parkinson-Physiotherapie
Lässt sich Parkinson durch Physiotherapie aufhalten?
Nein. Intensives Training mittels Physiotherapie kann die Krankheit zwar nicht aufhalten, aber es kann helfen, die motorischen Fähigkeiten und somit die Selbstständigkeit länger zu erhalten. Bewegung gilt neben den Medikamenten als wichtiger Baustein der Parkinson-Behandlung.
Wie oft sollte ich zur Physiotherapie?
In der Regel 1–2 Mal wöchentlich Therapie plus tägliche Eigenübungen. Bei Parkinson ist der langfristige Heilmittelbedarf anerkannt, sodass die Verordnung dauerhaft fortgeführt werden kann.
Was hilft gegen das Freezing beim Gehen?
Wir üben sogenannte Cueing-Strategien: rhythmische akustische oder visuelle Reize, bewusste Gewichtsverlagerung und Schritttechniken, mit denen Sie Blockaden gezielt überwinden können.
Behandeln Sie auch zuhause?
Ja, wenn der Weg in die Praxis nicht mehr möglich ist, kommen wir mit dem Vermerk „Hausbesuch" auf der Verordnung zu Ihnen nach Hause oder ins Pflegeheim – in Unterbilk, also etwa einen Kilometer rund um die Praxis.
Zu welcher Tageszeit ist die Therapie am sinnvollsten?
Idealerweise in Ihren „On"-Phasen, wenn die Medikamente gut wirken. Wir berücksichtigen Ihre Medikamenten-Zeiten bei der Terminplanung.
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