Blaue Kinesio-Tapes werden am Knie eines Patienten glattgestrichen

Knieschmerzen behandeln in Köln Esch

Läuferknie, Arthrose & Meniskus in der Martinusstraße 53 behandeln

Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind steif, die Treppe wird zur Aufgabe, und in die Hocke kommen Sie kaum noch – so zeigt sich eine Kniearthrose im Alltag. Die Praxis Pirnay in Köln-Esch behandelt Knieschmerzen mit Physiotherapie auf ärztliche Verordnung. Diese Seite erklärt, was im Gelenk vor sich geht, warum Bewegung trotzdem wichtig ist und wie Sie Treppen, Hocken und Tragen kniefreundlicher gestalten.

Knieschmerzen in Köln-Esch: Kniearthrose verstehen

Im Kniegelenk treffen Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe aufeinander. Ihre Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen, einer glatten, federnden Schicht. Bei der Kniearthrose, fachlich Gonarthrose, wird dieser Knorpel nach und nach dünner und rauer. Betroffen ist aber das ganze Gelenk: Der Knochen darunter verdichtet sich, die Gelenkinnenhaut kann sich entzünden, die Muskeln werden schwächer.

Typisch ist der Anlaufschmerz: Die ersten Schritte nach dem Sitzen oder am Morgen tun weh, dann läuft es sich ein. Später schmerzt das Knie auch unter Belastung, etwa nach längeren Wegen. Die Arthrose verläuft in Phasen. Ruhigere Zeiten wechseln mit Tagen, an denen das Gelenk warm und geschwollen ist; man spricht dann von aktivierter Arthrose.

Rückgängig machen lässt sich der Knorpelverlust nicht. Wie stark ein Knie schmerzt, hängt aber nicht allein vom Röntgenbild ab. Kräftige Muskeln, ein bewegliches Gelenk und eine Belastung, die zum Knie passt, beeinflussen die Beschwerden. Hier setzt die Physiotherapie an. Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt, meist anhand von Untersuchung und Röntgenaufnahme.

Was eine Kniearthrose begünstigt

Alter und Veranlagung

Mit den Jahren verliert Knorpel an Widerstandskraft. Auch eine familiäre Neigung zu Arthrose spielt eine Rolle.

Frühere Knieverletzungen

Meniskusschäden, Kreuzbandrisse oder Brüche mit Gelenkbeteiligung verändern die Lastverteilung und können nach langer Zeit zu Arthrose führen.

O- oder X-Beine

Weicht die Beinachse ab, trägt eine Seite des Gelenks mehr Last – bei O-Beinen die innere, bei X-Beinen die äußere.

Hohes Körpergewicht

Beim Gehen und Treppensteigen wirkt ein Mehrfaches des Körpergewichts auf das Knie. Übergewicht gilt deshalb als beeinflussbarer Risikofaktor.

Viel Knien und Hocken

Wer über lange Zeit kniend oder hockend arbeitet oder schwer hebt, belastet Knorpel und Menisken stärker.

So macht sich die Arthrose im Knie bemerkbar

Beim Loslaufen und Belasten

  • • Anlaufschmerz nach dem Sitzen oder am Morgen
  • • Schmerz auf der Treppe, vor allem abwärts
  • • Schmerz nach längerem Gehen oder Stehen
  • • Aufstehen aus tiefen Sitzen fällt schwer

Beweglichkeit

  • • Knie streckt oder beugt nicht mehr vollständig
  • • Kurze Steifigkeit nach Ruhe
  • • Reiben oder Knirschen bei Bewegung
  • • Hocken und Knien kaum möglich

In gereizten Phasen

  • • Gelenk ist warm und geschwollen
  • • Schmerz auch in Ruhe oder nachts
  • • Spannungsgefühl in der Kniekehle

Wann ein Knie zuerst ärztlich untersucht werden muss

Arthrose entwickelt sich langsam. Passt etwas nicht in dieses Bild, gehört das Knie zuerst in die Arztpraxis – in manchen Fällen noch am selben Tag.

  • Knie plötzlich heiß, rot und stark geschwollen, dazu Fieber oder Krankheitsgefühl.
  • Wade geschwollen, warm und druckschmerzhaft; bei zusätzlicher Atemnot oder Brustschmerz: Notruf 112.
  • Nach Sturz oder Verdrehen lässt sich das Bein nicht belasten, oder das Knie schwillt binnen Stunden an.
  • Das Knie blockiert und lässt sich nicht mehr strecken.
  • Anhaltender Nacht- und Ruheschmerz mit ungewolltem Gewichtsverlust.

Physiotherapie bei Kniearthrose

Bewegungstherapie ist der Kern der Arthrosebehandlung. Sie kann den Knorpel nicht erneuern, arbeitet aber an Kraft, Beweglichkeit und Belastbarkeit. Welche Anwendungen hinzukommen, richtet sich nach Ihrer Verordnung und danach, ob das Knie gerade ruhig oder gereizt ist.

Krankengymnastik

Sie kräftigen Oberschenkel- und Hüftmuskeln, die das Knie führen und Stöße abfangen, und üben Streckung und Beugung. Dazu gehören Alltagsbewegungen: Aufstehen vom Stuhl, Treppe, sicheres Gehen. Dosiert wird so, dass das Knie es verträgt.

Manuelle Therapie

Mit sanftem Zug und Gleitbewegungen mobilisiert die Therapeutin Kniegelenk und Kniescheibe. Das soll vor allem die Streckung erhalten, die für flüssiges Gehen wichtig ist, und kann Schmerzen vorübergehend lindern.

Fango, Heißluft oder Kälte

Ein steifes, nicht entzündetes Arthroseknie reagiert oft gut auf Wärme vor dem Üben. Ist das Gelenk warm und geschwollen, wird stattdessen gekühlt.

Elektrotherapie

Bei stärkeren Schmerzen kann die Arztpraxis zusätzlich Reizstrom verordnen. Er soll das Üben in einer gereizten Phase erleichtern und ersetzt es nicht.

So verläuft die Behandlung

  1. 1

    Befund und Ziele

    Wir fragen, wobei das Knie schmerzt und was Ihnen im Alltag wichtig ist – die Treppe zur Wohnung, der Weg zum Einkaufen. Dann messen wir Streckung und Beugung und prüfen Kraft, Beinachse und Gangbild.

  2. 2

    Behandlung

    Mobilisation und, je nach Verordnung, Wärme oder Kälte bereiten das Gelenk vor. Den größeren Teil nimmt das aktive Üben ein, das wir schrittweise steigern.

  3. 3

    Eigenübungen

    Sie lernen wenige Übungen, die zuhause ohne Geräte gelingen, und erfahren, wie Sie die Belastung an gute und schlechte Tage anpassen.

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    Abschluss

    Am Schluss der Serie messen wir nach und besprechen, wie Sie selbstständig weitermachen. Arthrose bleibt; ein Übungsprogramm, das Sie beibehalten, zählt deshalb besonders.

Kniefreundlich durch den Alltag

Schonung allein hilft einem Arthroseknie nicht. Es braucht regelmäßige Bewegung und einen klugen Umgang mit Lastspitzen. Diese Dinge können Sie ausprobieren.

Gleichmäßig bewegen

Radfahren, Schwimmen oder Gehen auf ebener Strecke bewegen das Knie ohne harte Stöße. Der Wechsel von Be- und Entlastung versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Lieber täglich kürzer als selten sehr lang.

Treppe mit System

Halten Sie sich am Geländer fest. Treppauf beginnt das kräftigere Bein, treppab das schmerzende. So übernimmt das stärkere Bein jeweils die größere Arbeit.

Hocken und Knien ersetzen

Setzen Sie sich für Arbeiten in Bodennähe auf einen niedrigen Hocker oder nutzen Sie ein Kniekissen. Wechseln Sie die Position, bevor das Knie steif wird.

Lasten verteilen

Ein Rucksack oder ein Einkaufsroller entlastet mehr als schwere Taschen in der Hand. Gehen Sie lieber zweimal mit wenig als einmal mit viel.

Mit Knieschmerzen in die Praxis Pirnay nach Köln-Esch

Die Praxis Pirnay befindet sich in der Martinusstraße 53, 50765 Köln, im Kölner Norden nahe Pesch und Auweiler. Sie parken direkt vor der Praxis; lange Wege bleiben Ihnen damit erspart. Mit dem Auto fahren Sie über die A57 bis Köln-Chorweiler oder über die A1 bis Köln-Bocklemünd. Von der Bushaltestelle „Esch Schulstraße“ gehen Sie wenige Minuten.

Ziehen Sie eine kurze Hose an oder eine, die sich bis über das Knie hochschieben lässt, und bringen Sie die Schuhe mit, die Sie im Alltag meist tragen. Außerdem brauchen wir Verordnung und Versichertenkarte sowie, falls vorhanden, Arztbriefe und Röntgen- oder MRT-Befunde.

Termine erhalten Sie per Telefon oder über das Formular auf dieser Website. Das Team spricht Deutsch, Englisch und Spanisch, an der Rezeption zusätzlich Türkisch. Ist der Weg in die Praxis nicht möglich, kann ein Hausbesuch stattfinden, wenn er auf der Verordnung vermerkt ist.

Öffnungszeiten: Mo 7:00–20:00, Di 8:00–19:50, Mi 8:00–19:30, Do 7:00–19:50, Fr 7:00–15:30

Fragen zu Kniearthrose und Alltag

Nutzt sich das Knie durch Bewegung noch mehr ab?

Nein, angemessene Bewegung schadet einem Arthroseknie nicht. Knorpel hat keine eigenen Blutgefäße und wird über die Gelenkflüssigkeit versorgt, die sich bei Bewegung verteilt. Schonung dagegen schwächt die Muskeln, die das Gelenk schützen. Meiden sollten Sie Belastungsspitzen, die das Knie deutlich reizen, etwa Sprünge oder langes Bergabgehen.

Warum schmerzt das Knie treppab mehr als treppauf?

Treppab muss der Oberschenkelmuskel das Körpergewicht bei gebeugtem Knie abbremsen. Dabei steigt der Druck im Gelenk und besonders hinter der Kniescheibe. Ist der Muskel geschwächt, fängt er weniger ab. Kräftigung und die passende Reihenfolge der Beine auf der Treppe können das erleichtern.

Mein Knie ist plötzlich warm und dick – soll ich weiter üben?

Nicht wie gewohnt. In einer gereizten Phase verringern Sie die Belastung, kühlen und lagern das Bein hoch; leichtes Bewegen ohne Last ist meist weiter möglich. Geben Sie in der Praxis Bescheid, dann passen wir die Behandlung an. Kommen Fieber, starke Rötung oder heftiger Schmerz hinzu, gehen Sie noch am selben Tag zur Ärztin oder zum Arzt.

Wann kommt ein künstliches Kniegelenk infrage?

Darüber entscheiden Sie mit Ihrer Orthopädin oder Ihrem Orthopäden. In Betracht gezogen wird der Gelenkersatz meist, wenn Schmerzen und Einschränkungen trotz konsequenter konservativer Behandlung stark bleiben und das Röntgenbild eine fortgeschrittene Arthrose zeigt. Physiotherapie begleitet beide Wege: vor einer Operation und danach.

Wer verordnet Physiotherapie bei Kniearthrose, und was zahle ich?

Die Verordnung stellt Ihre Hausarzt- oder orthopädische Praxis aus. Abgerechnet wird mit jeder gesetzlichen oder privaten Krankenkasse. Sind Sie gesetzlich versichert, fällt die gesetzliche Zuzahlung an, wenn Sie nicht befreit sind. Bei privater Versicherung hängt die Erstattung vom Tarif ab; fragen Sie vorher dort nach.

Vereinbaren Sie Ihren Termin

Knieschmerzen müssen nicht sein. Unser erfahrenes Team in der Martinusstraße hilft Ihnen bei Läuferknie, Arthrose und Meniskusproblemen.

0221 - 7099885