Physiotherapeutin begleitet eine Beinübung auf der Matte

Sportverletzungen behandeln in Köln Worringen

Schnelle Rückkehr zum Sport - Professionelle Therapie im Hackhauser Weg 61

Ein Stich hinten im Oberschenkel mitten im Sprint, ein Schlag in der Wade beim Antritt oder eine Achillessehne, die jeden Morgen steif ist: Muskel- und Sehnenverletzungen entstehen meist ganz ohne Gegner. Die Praxis Pirnay in Köln-Worringen behandelt solche Sportverletzungen auf ärztliche Verordnung. Hier steht, worin sich Zerrung, Faserriss und Sehnenreizung unterscheiden und wie der Wiedereinstieg aufgebaut wird.

Zerrung, Muskelfaserriss, Sehnenreizung: die Unterschiede

Ein Muskel besteht aus vielen Fasern, die zu Bündeln zusammengefasst sind. Bei einer Zerrung wird das Gewebe überdehnt, ohne dass Fasern erkennbar reißen; der Muskel fühlt sich hart und verkrampft an. Beim Muskelfaserriss reißen einzelne Fasern, beim Bündelriss größere Anteile – es blutet ins Gewebe, Anspannen und Dehnen schmerzen deutlich. Besonders oft trifft es die Rückseite des Oberschenkels, die Wade, die Adduktoren an der Innenseite und den vorderen Oberschenkel.

Der Körper repariert den Riss in Phasen. Zunächst räumt eine Entzündungsreaktion auf, dann entsteht Ersatzgewebe, das anfangs wenig aushält. Erst unter dosierter Belastung richten sich die neuen Fasern aus und werden zugfest. Wer in dieser Zeit zu früh sprintet, riskiert einen erneuten Riss an derselben Stelle; wer zu lange ruht, behält einen schwachen Muskel.

Sehnen verhalten sich anders. Bei wiederholter Überlastung verändert sich das Sehnengewebe selbst, etwa an Achillessehne, Kniescheibensehne oder Ellenbogen; der Fachbegriff lautet Tendinopathie. Kennzeichnend sind Anlaufschmerz und Steifigkeit am Morgen. Völlige Ruhe bringt meist wenig. Sehnen brauchen über längere Zeit eine gleichmäßige, langsam gesteigerte Belastung, um wieder mehr auszuhalten.

Wann Muskeln und Sehnen überfordert sind

Sprint und Abbremsen

Bei vollem Tempo bremst die Oberschenkelrückseite das vorschwingende Bein, während sie zugleich gedehnt wird. In diesem Moment reißen Fasern am ehesten.

Schuss, Grätsche, Seitschritt

Weite, schnelle Abspreizbewegungen setzen die Adduktoren an der Oberschenkelinnenseite unter hohe Spannung, vor allem bei kaltem oder müdem Muskel.

Antritt aus dem Stand

Beim explosiven Losrennen, etwa im Tennis oder Badminton, trifft die volle Kraft auf Wade und Achillessehne.

Immer gleiche Belastung

Viele Sprünge, lange Läufe oder hunderte Schläge fordern stets dieselbe Sehne. Fehlen Erholungstage, hält der Umbau des Gewebes nicht Schritt.

Zu früh zurück

Ein Muskel, der nach einem Faserriss noch nicht voll belastbar ist, reißt leichter erneut – auch wenn im Alltag längst nichts mehr zu spüren ist.

Zerrung, Riss oder Sehne – so fühlt es sich an

Zerrung

  • • Spannung, die im Lauf des Spiels zunimmt
  • • Muskel hart und krampfartig
  • • Weiterlaufen eingeschränkt möglich
  • • Kein Bluterguss

Muskelfaserriss

  • • Plötzlicher Stich wie von einem Messer
  • • Die Bewegung muss abgebrochen werden
  • • Schmerz beim Anspannen gegen Widerstand und beim Dehnen
  • • Bluterguss, oft erst nach ein bis zwei Tagen sichtbar

Gereizte Sehne

  • • Steife, schmerzhafte erste Schritte am Morgen
  • • Schmerz zu Trainingsbeginn, der sich einläuft und später wiederkehrt
  • • Druckempfindliche, manchmal verdickte Stelle

Diese Zeichen sprechen für mehr als eine Zerrung

Einen größeren Riss oder eine andere Ursache kann nur die ärztliche Untersuchung ausschließen, oft mit Ultraschall. Lassen Sie sich vor der Physiotherapie untersuchen, wenn eines dieser Zeichen vorliegt.

  • Knall oder Schlag an der Ferse, danach kein Zehenstand mehr möglich: am selben Tag zum Arzt.
  • Tastbare Delle im Muskel, großer Bluterguss oder deutlicher Kraftverlust.
  • Nach Tritt oder Schlag wird der Unterschenkel prall, der Schmerz steigt stetig, Zehen kribbeln oder werden taub: Notruf 112.
  • Wade geschwollen, warm und schmerzhaft, obwohl es kein Verletzungsereignis gab: noch heute ärztlich abklären.
  • Schmerzen in Ruhe und nachts, die trotz Schonung bleiben.

Physiotherapie bei Muskel- und Sehnenverletzungen in Köln-Worringen

Der wichtigste Teil der Behandlung ist aktiv: Das verletzte Gewebe bekommt so viel Last, wie es im jeweiligen Stadium verträgt. Passive Verfahren begleiten das, wenn sie verordnet sind.

Krankengymnastik

Nach einem Faserriss beginnen wir mit Anspannen in Ruhestellung, gehen zu langsamen Übungen gegen Widerstand über und enden bei Antritten und Sprints. Gereizte Sehnen trainieren wir mit langsamen, schweren Wiederholungen, zum Beispiel Fersenheben an der Stufe.

Manuelle Lymphdrainage

Ein ausgedehnter Bluterguss macht das Bein schwer und spannt. Die Lymphdrainage unterstützt mit leichtem Druck den Abtransport aus dem Gewebe, ohne den verletzten Muskel selbst zu kneten.

Klassische Massage

Direkt auf einem frischen Riss wird nicht massiert. Im späteren Verlauf behandeln wir die Umgebung und Muskeln, die durch das Schonen verspannt sind, etwa Gesäß und unteren Rücken.

Elektrotherapie und Ultraschall

Reizstrom oder Ultraschall können bei Sehnenbeschwerden ergänzend zur Schmerzlinderung dienen, sofern sie verordnet sind. Das Belastungstraining ersetzen sie nicht, denn belastbarer wird die Sehne nur durch Training.

Stufenplan vom Befund bis zum Sprint

  1. 1

    Befund am Muskel

    Wir tasten die Stelle ab, testen Anspannung und Dehnung im Seitenvergleich und halten fest, bei welcher Belastung der Schmerz einsetzt. Der ärztliche Befund fließt ein.

  2. 2

    Zwischenziele

    Jede Stufe hat ein Kriterium, zum Beispiel Treppensteigen, lockeres Traben oder ein Sprint mit vollem Tempo, jeweils ohne Stechen.

  3. 3

    Belastungsaufbau

    Im Termin üben wir die nächste Stufe unter Aufsicht und passen Tempo und Widerstand an. Rückschritte kommen vor und sind eingeplant.

  4. 4

    Hausaufgaben

    Zwischen den Terminen führen Sie die aktuelle Stufe selbst aus. Wir legen fest, wie oft, und woran Sie merken, dass es zu viel war.

  5. 5

    Abschlusstest

    Am Schluss stehen Kraft- und Lauftests im Vergleich zur unverletzten Seite. Danach besprechen wir Ihren Einstieg ins Mannschafts- oder Wettkampftraining.

Die ersten Tage und der Weg zurück

Nach einer Muskelverletzung kommt es anfangs mehr darauf an, was Sie lassen, als darauf, was Sie tun. Für Sehnen gilt eher das Gegenteil.

Zuerst Druck und Ruhe

Hören Sie mit dem Sport auf, wickeln Sie die Stelle mit einer elastischen Binde fest, aber nicht abschnürend, und legen Sie das Bein hoch. Kühlen Sie kurz und nie mit Eis direkt auf der Haut.

Nicht dehnen, kneten oder wärmen

Kräftiges Dehnen, Massieren und Wärme können in den ersten Tagen die Einblutung verstärken. Warten Sie damit, bis Ärztin oder Therapeut grünes Licht geben.

Schmerz als Maßstab

Gehen und leichtes Bewegen sind erlaubt, solange nur ein mildes Ziehen entsteht. Ein Stich bedeutet: eine Stufe zurück. Schmerzmittel, um trainieren zu können, verschleiern dieses Signal.

Sehnen gleichmäßig belasten

Streichen Sie Sprünge und Sprints vorübergehend, bleiben Sie aber in Bewegung. Die gezeigten Kraftübungen wirken über regelmäßiges Wiederholen. Leichter Schmerz dabei ist meist vertretbar, wenn er bis zum nächsten Tag abklingt.

Ihr Weg zu uns nach Köln-Worringen

Die Praxis Pirnay befindet sich am Hackhauser Weg 61 in 50769 Köln, im nördlichsten Stadtteil der Stadt, unweit des Rheins. Über die A57 fahren Sie bis zur Ausfahrt Köln-Worringen; Parkplätze liegen direkt vor der Praxis. Mit dem Bus steigen Sie an der Haltestelle „Worringen Hackhauser Weg“ aus, von dort sind es wenige Gehminuten.

Für den ersten Termin brauchen wir Ihre Verordnung und die Versichertenkarte. Hilfreich sind Arztbericht und Ultraschall- oder MRT-Befund. Ziehen Sie eine kurze Sporthose an, damit Oberschenkel und Wade frei zugänglich sind, und nehmen Sie Sportschuhe mit. Die Befundaufnahme verlängert die erste Sitzung.

Termine vergeben wir telefonisch und über das Terminformular der Website. Die Behandlung findet auf Deutsch, Englisch oder Spanisch statt und dauert, abhängig von der verordneten Therapie, in der Regel 20 bis 60 Minuten.

Öffnungszeiten: Mo–Di 7:00–18:00, Mi 7:00–18:20, Do 8:00–19:30, Fr 8:00–14:00

Muskelfaserriss und Sehnenschmerz: häufig gefragt

Woran unterscheide ich eine Zerrung von einem Muskelfaserriss?

Am Beginn und am Verlauf. Eine Zerrung baut sich eher allmählich auf, der Muskel wird hart, Weiterspielen ist oft noch möglich. Ein Faserriss kommt schlagartig als Stich, die Bewegung bricht ab, später zeigt sich häufig ein Bluterguss. Sicherheit gibt die ärztliche Untersuchung, bei Bedarf mit Ultraschall.

Wie lange fällt man mit einem Muskelfaserriss aus?

Das lässt sich nur grob sagen, weil Größe und Ort des Risses entscheiden. Eine Zerrung ist oft nach einigen Tagen überstanden, ein Faserriss braucht je nach Ausmaß häufig mehrere Wochen, ein größerer Riss länger. Verlässlicher als der Kalender sind Tests: voller Krafteinsatz, Dehnung und Sprint, ohne dass es schmerzt.

Kühlen oder wärmen – was ist bei einem Faserriss richtig?

In den ersten Tagen kühlen, nicht wärmen. Kälte dämpft den Schmerz, während Wärme die Durchblutung steigert und die Einblutung vergrößern kann. Wichtiger als das Kühlen sind Druckverband und Hochlagern. Wärme kommt erst später infrage, wenn der Muskel verheilt, aber noch verspannt ist.

Darf ich mit gereizter Achillessehne weiterlaufen?

Häufig ja, aber in verringertem Umfang und nur, wenn der Schmerz dabei gering bleibt und am nächsten Morgen nicht stärker ist. Tempoläufe, Bergauflaufen und Sprünge setzen Sie vorerst aus. Schwillt die Sehne an oder schmerzt sie schon beim Gehen, pausieren Sie das Laufen und lassen sie ärztlich ansehen.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung nach einer Sportverletzung?

Ja, sobald eine ärztliche Verordnung vorliegt, rechnen wir mit Ihrer gesetzlichen Kasse ab. Ihr Anteil ist die gesetzliche Zuzahlung, falls keine Befreiung besteht. Private Versicherungen erstatten nach Tarif; fragen Sie dort vor Beginn nach.

Vereinbaren Sie Ihren Termin

0221 - 782571